#157 Monte San Calogero
Wanderungen
#157
19.05.2026
Monte San Calogero
Oft blickten wir von Sciacca hinauf und fragten uns, was das für ein Gebäude mit auf dem Berg ist - so beeindruckend, majestätisch thronte es am Fels.
Dann haben wir im Internet recherchiert und wussten, das müssen wir uns angucken.
Dann haben wir im Internet recherchiert und wussten, das müssen wir uns angucken.
Ein Ort voller Gegensätze:
Der Monte San Calogero, auch Monte Kronio genannt, erhebt sich rund 386 Meter über dem Meeresspiegel oberhalb von Sciacca und zählt zu den geschichtsträchtigsten Orten Westsiziliens. Auf dem Berg treffen Natur, Religion, Archäologie und eine der größten Bauruinen Italiens aufeinander.
Am letzten Tag unseres Urlaubs auf Sizilien machten wir uns auf den Weg und was soll ich sagen,
selbst das Wetter spielte bei diesem mystischen Ort mit - aber sehr selbst.
selbst das Wetter spielte bei diesem mystischen Ort mit - aber sehr selbst.
Der Monte San Calogero, auch Monte Kronio genannt, erhebt sich rund 386 Meter über dem Meeresspiegel oberhalb von Sciacca und zählt zu den geschichtsträchtigsten Orten Westsiziliens. Auf dem Berg treffen Natur, Religion, Archäologie und eine der größten Bauruinen Italiens aufeinander.
Der Berg – ein heiliger Ort seit Jahrtausenden
Schon lange vor dem Christentum war der Monte San Calogero ein besonderer Ort. Im Inneren des Berges befinden sich natürliche Höhlen, aus denen bis heute heißer Wasserdampf austritt. Diese sogenannten Stufe di San Calogero entstehen durch vulkanische Restwärme tief im Untergrund. Bereits die Sikuler, Griechen und Römer nutzten die Höhlen als natürliche Schwitzbäder und Heilstätten. Einer griechischen Sage zufolge soll sogar der geniale Baumeister Daidalos diese Höhlen angelegt haben – daher wird der Berg manchmal auch mit ihm in Verbindung gebracht. Heute steht das Gebiet als Naturreservat unter Schutz.
Das Kloster und die Basilika San Calogero
Auf dem Gipfel befindet sich die Basilica San Calogero. Der Überlieferung nach lebte hier im 5. oder 6. Jahrhundert der Einsiedler San Calogero, der Kranke pflegte und wegen seiner Heilkräfte verehrt wurde.
Die heutige Kirche stammt in ihren Ursprüngen aus dem Mittelalter und wurde mehrfach erweitert. Bis heute pilgern Gläubige aus ganz Sizilien hierher, besonders zum Fest des Heiligen im Juni. Im Inneren werden Reliquien des Heiligen aufbewahrt, und Franziskanermönche betreuen das Heiligtum.
Das Hotel, das niemals Gäste hatte
Direkt neben der Basilika steht eines der kuriosesten Bauwerke Siziliens: das Hotel Grande San Calogero.
Die Geschichte liest sich fast unglaublich: Im Jahr 1954 begann der Bau eines luxuriösen Kurhotels. Es sollte das Herzstück des Thermal- und Gesundheitstourismus von Sciacca werden. Geplant waren rund 300 Zimmer, Restaurants, Konferenzräume und ein spektakulärer Blick über das Mittelmeer. Nach jahrzehntelanger Bauzeit wurde das Gebäude fertiggestellt – aber nie eröffnet. Der Hauptgrund war beinahe absurd, denn beim Abschluss der Bauarbeiten stellte sich heraus, dass das Hotel nicht an die Kanalisation angeschlossen war. Dadurch konnten keine Betriebsgenehmigungen erteilt werden. Später verschlechterte sich der Zustand des Gebäudes so stark, dass umfangreiche Sanierungen nötig gewesen wären. Zwar wurde das Hotel in den 1990er-Jahren renoviert und sogar ein weiteres Mal feierlich eingeweiht, doch auch danach blieb es geschlossen.
Heute gilt das Grande Hotel San Calogero als eine der bekanntesten öffentlichen Bauruinen Italiens – ein Symbol für Fehlplanung und jahrzehntelange politische Versäumnisse.
Die Thermen von Sciacca
Das Hotel war eng mit den berühmten Thermen von Sciacca verbunden. Die schwefelhaltigen Dämpfe der Höhlen und das Thermalwasser galten seit der Antike als hilfreich bei Atemwegs-, Haut- und Gelenkbeschwerden. Doch auch die Thermen selbst kämpfen seit Jahren mit wirtschaftlichen Problemen und Schließungen. Verschiedene Privatisierungs- und Wiederbelebungspläne blieben bislang weitgehend erfolglos.
Unser Fazit
Die Wanderung durch Erice verbindet Geschichte, Architektur und spektakuläre Aussichten auf einzigartige Weise. Zwischen mittelalterlichen Gassen, historischen Kirchen und imposanten Burganlagen fühlt man sich in eine andere Zeit versetzt. Die grandiosen Ausblicke auf Trapani, die Salinen, die Ägadischen Inseln und das Mittelmeer machen jeden Schritt zu einem besonderen Erlebnis.
Wer Westsizilien besucht, sollte sich ausreichend Zeit nehmen, um dieses außergewöhnliche Bergdorf zu Fuß zu entdecken.
Die Mischung aus Kultur, Natur und traumhaften Panoramen macht Erice zu einem der absoluten Höhepunkte einer Sizilienreise.
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